Platzsparende Sitzgelegenheiten für schmale Korridore
Ein schmaler Korridor stellt viele Haushalte vor ein praktisches Problem. Eine klassische Sitzbank wirkt hier schnell wie ein Fremdkörper: Sie ragt in den Laufweg hinein, blockiert Türen und lässt den Raum noch enger erscheinen, als er ohnehin schon ist. Wer trotzdem nicht auf eine Sitzgelegenheit im Flur verzichten möchte, muss nicht zwangsläufig auf sperrige Möbel zurückgreifen. Es gibt eine ganze Reihe durchdachter Alternativen, die kaum Platz beanspruchen und dennoch ihren Zweck erfüllen.
Die naheliegendste Lösung ist der Wechsel zu einem Hocker. Im Vergleich zur Bank nimmt er deutlich weniger Grundfläche ein, lässt sich bei Bedarf einfach zur Seite schieben und passt auch in Nischen, in denen eine Bank gar nicht erst aufgestellt werden könnte. Besonders praktisch sind Modelle mit schmalem, rundem Sitz und stabilen Beinen, die nicht über die Sitzfläche hinausragen. Wer sich unsicher ist, welche Variante zum eigenen Grundriss passt, findet in den Hinweisen zu Hocker statt Bank im sehr engen Flur eine brauchbare Orientierung, bevor er Geld in ein ungeeignetes Möbelstück investiert. Entscheidend ist, dass zwischen Hocker und gegenüberliegender Wand noch mindestens sechzig Zentimeter Durchgangsbreite verbleiben.
Neben dem Hocker kommen auch Wandklappstühle, schmale Konsolen mit integrierter Sitzfläche oder gepolsterte Sitzbänke in Frage, die fest an der Wand montiert werden und keinen Bodenkontakt haben. Solche Lösungen eignen sich vor allem dort, wo ohnehin wenig Stellfläche vorhanden ist und der Boden frei bleiben soll. Wer handwerklich geschickt ist, kann eine einfache Sitzfläche aus Massivholz direkt an der Wand verschrauben und darunter schmale Haken für Jacken und Taschen anbringen. So entsteht eine funktionale Zone, die weder den Durchgang versperrt noch optisch erdrückt.
Bei allen Varianten gilt: Die Tiefe der Sitzgelegenheit sollte vierzig Zentimeter nicht überschreiten, und helle, matte Oberflächen lassen den Korridor größer wirken als dunkle, glänzende Materialien. Wer diese Grundregeln beachtet, gewinnt einen nutzbaren Sitzplatz, ohne den Flur zur Rumpelkammer zu machen. Eine Bank ist also keineswegs Pflicht – oft ist die schlankere Lösung die bessere.